Installation Entmilitarisierungszone (EMZ) im Bahnbogen 2019 - Regina Nussbaum | artlounge köln
18714
post-template-default,single,single-post,postid-18714,single-format-standard,bridge-core-2.0.9,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode_grid_1300,qode-content-sidebar-responsive,qode-theme-ver-19.6,qode-theme-bridge,disabled_footer_bottom,wpb-js-composer js-comp-ver-5.5.5,vc_responsive

Installation Entmilitarisierungszone (EMZ) im Bahnbogen 2019

Regina Nußbaum präsentiert gemeinsam mit ihren Kollegen Uli BrennerHelena Katsiavara und Julja Schneider am Samstag, 22. Juni 2019, von ca. 12 bis 20 h die Installation Entmilitarisierungszone (EMZ) in einem Bahnbogen auf der Hüttenstraße im Rahmen des Bogenfestes. Zu sehen sind interaktives Live-Painting, Gemälde, Objekte und Skulpturen.

Das Ziel der Künstlerin ist es, eine Friedenszone zu erschaffen, die konstant oder temporär, lokal oder überregional definiert werden kann. Diese Zone hat bestimmte Regeln, die persönlich variieren können. Entscheidend ist in diesem Gebiet der bewusste Verzicht auf Kriegshandlungen in jeglicher Form. Dazu gehören für Regina Nußbaum neben dem Verzicht auf Waffen und Kampfstoffen auch der Verzicht auf verbale, geistige oder emotionale Angriffe, Manipulationen oder Schlachten.

Die EMZ lebt vom gemeinsamen Konsens, vom Miteinander, vom Geben und Nehmen, Respekt, gegenseitiger Achtung und der Perspektive, dass es mehrere Möglichkeiten bei Unstimmigkeiten gibt, die außerhalb der bekannten Angriffsmodule existieren.

Bereits während der Kunstroute 2018 und 2019 diskutierten zahlreiche Gäste das EMZ-Konzept und die Umsetzungsmöglichkeiten. Die Idee zur EMZ entstand bereits 2009 in der Galerie Regina Nußbaum art lounge in der Wahlenstraße, Köln-Ehrenfeld in Form eines Konzeptkoffers, der auf dem Deckel ein Gemälde mit den Worten Du bist hat und im Innenbereich des Koffers das Wort Entmilitarisierungszone. Um das Thema beispielhaft zu veranschaulichen, platzierte die Künstlerin auf dem Boden des Koffers ein Stück Fell mit einem Buddha.

Die Initiatorin experimentiert in ihrem privaten Umfeld seit 379 Tagen, 7 Stunden und 13 Minuten mit der neu installierten EMZ auf ihrem Balkon. Die bisherige Erfahrung ist durchaus positiv. Unterstützend ist eine optische Markierung bei der ausgewählten Zone, damit sich das Bewusstsein der Vertragspartner grundlegend entmilitarisiert.

Die Entmilitarisierungszone ist sowohl im sozialen als auch im politischen Leben einsetzbar. Die Künstlerin empfiehlt den Einsatz z.B. in Familien, in Gefängnissen, Unternehmen, Institutionen des öffentlichen Rechts, auf öffentlichen Plätzen und anderswo. Aufgrund der dynamischen Ereignisse in Schulen, auf öffentlichen Plätzen, Institutionen, Familien und anderswo, bietet Regina Nußbaum das EMZ-Konzept ab sofort als Projekt an.

Kontakt:
Regina Nußbaum, mobil: 0172-9686983

Foto: Regina Nußbaum